20.03.2020

Umgang mit Honorarausfällen, Freistellung und Gehaltsfortzahlung

Wir bleiben für Euch im WDR dran!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

gestern Abend hat die WDR-Geschäftsleitung ein Papier zum Umgang mit Honorarausfällen, Freistellung und Gehaltsfortzahlung veröffentlicht.

Der Vorstand der DJV-Betriebsgruppe im WDR begrüßt ausdrücklich das damit verbundene Signal, fest und frei Mitarbeitenden in diesen schwierigen Zeiten schnell ein Stück Sicherheit  geben zu wollen.

Dabei haben wir durchaus Kritik an der Regelung im Detail. Insbesondere für die frei Mitarbeitenden gibt es hier Nachbesserungsbedarf. Da sind andere Sender wie Radio Bremen und die Deutsche Welle deutlich klarer und in der Sache auch weiter. Dort gibt es schnelle und unkomplizierte Lösungen für beispielsweise schutzbedürftige 12a-Freie. Davon gibt es im WDR ca. 2000 Mitarbeitende. Zum Beispiel bekommen bei Radio Bremen arbeitnehmerähnliche Personen ab März bis auf Weiteres 80 Prozent des individuellen monatlichen Durchschnittsentgeltes (2019) – auch wenn dieser Betrag nicht durch Schichten oder Beiträge erreicht wird.

Der WDR hingegen fällt an einigen Punkten sogar hinter Ansprüche aus geltendem allgemeinen Vertragsrecht zurück.

Der WDR hat unsere Forderungen nicht akzeptiert. Das bedauern wir. Wir werden die kommenden Tage und Wochen nutzen, um die Regelungen im Dialog mit dem WDR zu verbessern. Wir sind sicher, dass wir auch über den 19. April hinaus Lösungen brauchen, um Eure Existenz in der aktuellen Krise abzusichern.

Wer jetzt schon Auswirkungen der Corona-Krise spürt: Meldet Euch bei uns und schildert Euren Fall konkret. Jedes Beispiel zählt – und wird, falls gewünscht, natürlich vertraulich behandelt.

Wir bleiben für Euch dran,

Euer DJV-NRW

- Karen Gesierich, Stephanie Funk-Hajdamowicz, Frank Stach
für den DJV-Betriebsgruppenvorstand