11.12.2019

Rundfunkbeitrag

Wilhelm will mehr

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm hat im Interview mit der FAZ klar gemacht, dass der Rundfunkbeitrag deutlicher steigen muss, als von der KEF empfohlen wird. Recht hat er.

Ulrich Wilhelm: Anforderungen kosten Geld. Foto: BR

Dass 86 Cent mehr Rundfunkbeitrag im Monat nichts bringen, haben wir vom DJV öffentlich vorgerechnet, als die KEF Mitte November genau diese Anhebung empfahl. Gegenüber dem Ist-Zustand wäre das exakt ein Cent mehr, denn 85 Cent bekommen die Öffentlich-Rechtlichen derzeit bereits aus bestehenden Rücklagen. Die Anstalten wären also nicht mal in der Lage, Preissteigerungen durch höhere Einnahmen auszugleichen. An neue Inhalte und Formate, an Innovationen ist so also gar nicht zu denken.

 

Jetzt endlich hat mit dem ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm ein Schwergewicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Position bezogen. Im Interview mit der FAZ machte er deutlich, dass die Sender mehr Geld brauchen. Darüber will er mit der KEF verhandeln. Es gehe um nichts weniger als um die Frage, "welche Rolle der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft ausfüllen soll, ob sein Angebot also kleiner werden soll oder nicht". Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner