23.11.2019

Einigkeit und Solidarität vom DJV-Journalistentag

Journalistentag zeigt Haltung gegen rechts

Journalistentags-Teilnehmer*innen 2019 zeigen Haltung gegen rechts. Foto: Udo Geisler

„Journalisten lassen sich nicht einschüchtern. Wir stellen uns solidarisch hinter die Kolleginnen und Kollegen, denen die NPD in Hannover den Schneid abkaufen will.“ Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden Frank Stach demonstrieren am Rande des Journalistentags mehrere hundert Kolleg*innen gegen Einschüchterungsversuche rechtsradikaler Kräfte in Hannover.

 

Anlass der Solidaritätsbekundung durch den Deutschen Journalisten-Verband ist die heutige Demonstration in Hannover gegen namentlich bekannte Journalisten, die im Milieu der Neonazis recherchieren. Zunächst wurde die Demonstration wegen „unmittelbarer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ abgewiesen. Dann gab am Freitag das Verwaltungsgericht Hannover einem Antrag der NPD statt und hob das Verbot auf. Die Versammlung zeige zwar „einschüchternde Tendenzen“, darin läge aber keine unmittelbare Gefährdung der Pressefreiheit.

 

„Der Einsatz für den Wert des Journalismus und der Medien ist eine der Kernaufgaben der Journalistengewerkschaften. Wir brauchen ein breites Bündnis für Meinungsvielfalt als Grundlage für eine funktionierende Demokratie. Wir alle sind lieber bunt statt braun“, so Stach.

 

Der Deutsche Journalisten-Verband ist mit 35.000 Mitgliedern die größte deutsche Journalistengewerkschaft, die sich auch als Berufsverband für die Interessen seiner Mitglieder engagiert. Der Verband wurde 1949 gegründet. Der Journalistentag findet in diesem Jahr zum 16. Mal statt und ist mit 700 Teilnehmer*innen eine der größten journalistischen Branchentreffs Deutschlands.

 

Foto: Udo Geisler

 

Kontakt: Beate Krämer, Tel. 0211 23399-200, mobil 0172 1451840